Die Nikolaikirche, Gemälde von Wilhelm Barth, 1838 Die Lange Brücke mit Blick auf den Brauhausberg, Gemälde von Wilhelm Barth 1828 Die Alte Post, Gemälde von Johann Friedrich Nagel 1796 Ansicht des Wilhelmplatzes von Norden, Gemälde von Johann Friedrich Meyer 1773 Ansicht des Bassinplatzes, Gemälde von Andreas Ludwig Krüger 1772

Potsdam


Zehn Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands lebten in Potsdam 129.000 Menschen. Seither wächst die Zahl der Einwohner beständig, zuerst durch Eingemeindungen, vor allem aber durch Zuzug. Im Jahr 2008 wurden in der brandenburgischen Landeshauptstadt bereits 150.000 Einwohner gezählt, bis zum Jahr 2020 werden 164.500 prognostiziert. Gewohnt und gelebt wird in den älteren Teilen der Innen- bzw. Altstadt, in der Westlichen und Nördlichen Vorstadt, in Potsdam-Nord und Potsdam-Süd, in den Wohngebieten Stern und Kirchsteigfeld sowie in Babelsberg und Drewitz. Zu den gemeldeten Einwohnern mit Hauptwohnsitz sind heute rund 7000 Menschen mit Nebenwohnsitz hinzuzurechnen.

Diese Entwicklung wird nichts daran ändern, dass Potsdam vor allem als ehemalige Residenzstadt Preußens bekannt ist. Die einzigartigen Schloss- und Parkanlagen ziehen jährlich Tausende von Touristen an: Sanssouci mit Schloss, Historischer Mühle, Chinesischem Teehaus, Neuem Palais und Kaiserbahnhof, die Orangerie auf dem Höhenzug zwischen Klausberg und Schloss Sanssouci, das Belvedere auf dem Pfingstberg, der Neue Garten am Heiligen See mit Marmorpalais und Schloss Cecilienhof sowie Schloss und Park Babelsberg.

Dazu kommen mehr oder weniger innerhalb des Stadtgebiets die Russische Kolonie Alexandrowka, das Holländische Viertel, der Neue Markt, die Freundschaftsinsel und die einstigen Befestigungen der Stadtmauer, Brandenburger Tor, Nauener Tor und Jägertor. In absehbarer Zeit wird der Alte Markt, das historische Zentrum der Stadt, zusätzliche Aufmerksamkeit erreichen, wenn auf der ursprünglichen Kubatur das „neue historische Stadtschloss“ als Sitz des Brandenburgischen Landtages wieder erstanden ist.

Geblieben sind der Sacrow-Paretzer-Kanal und der Teltowkanal, vor allem aber die Potsdamer Havel, die viele Seen in und um Potsdam verbindet, Heilige See, Aradosee, Templiner See, Tiefe See und Griebnitzsee sowie in den eher ländlich geprägten Außenbereichen der Sacrower See, der Lehnitzsee, der Groß Glienicker See und der Weiße See – insgesamt eine herausragende Kulturlandschaft, deren Entstehen vor allem auf dem vom Gartenkünstler und Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné und seinem „Verschönerungsplan der Umgebung von Potsdam“ aus dem Jahre 1833 zurückzuführen ist.